Technische Daten und Messwerte

Zuerst einmal vergessen Sie bitte alles was Sie zum Thema technische Daten und Messwerte an anderer Stelle gehört oder gelesen haben. Dort wird in der Regel nur irgendwelchen Pseudo-Realitäten hinterhergemessen, die jedoch im Sinne der Musikwiedergabe wenig Aussagekraft haben.

Musik ist ein hochkomplexes Frequenzgemisch, das sich nicht weniger hochkomplex über die Zeit entwickelt. Das dynamische Systemverhalten ist somit die entscheidende Größe. Das Übertragungssystem muss in der Lage sein, dieses komplexe Frequenzgemisch und seine sich schnell ändernde detailreiche Struktur mit möglichst wenig systembedingten Veränderungen abzubilden. Keine der üblicherweise abgedruckten oder von Fachzeitschriften nachgemessenen Parameter liefern in dieser Hinsicht eine belastbare Aussage über die tatsächliche Qualität im Sinne von Musikübertragung. Eher werden noch immer Größen gemessen, die heute schon von bereits wenig ambitionierten Gerätschaften nicht mehr wirklich schlecht gemeistert werden. Es wurden schon Testberichte in Fachmagazinen gesichtet, wo Tester sich selbst wundern, wie unterschiedlich Geräte klingen können, obwohl sie sich alle fantastisch messen…

Das dynamische Systemverhalten aussagekräftig technisch überprüfbar abzubilden ist eben schwierig. Wir beschränken uns deshalb bei der Angabe technischer Daten in den Handbüchern auf Größen, die für das Zusammenspiel von Komponenten einen gewissen Nutzen haben, z.B. Eingangs-/Ausgangsimpedanzen und Spannungspegel. Die Angabe von Verzerrungs- bzw. Klirrwerten und Rauschabständen ist sinnlos. Sie dürfen davon ausgehen, dass sich diese Größen auf einem Niveau bewegen, welches für Sie nie eine wahrnehmbare Rolle spielen wird. Am ehesten wird Rauschen vielleicht bei unserer Phonostufe wahrnehmbar sein. Das bewegt sich aber immer noch deutlich unterhalb des Rauschens vom Medium selbst und ist folglich irrelevant.

Oberste Priorität für die mit Musik hörbaren Größen führt eben zu Designentscheidungen, die keine Rekordwerte bei diesen Pseudo-Kriterien zulassen. Unsere Geräte werden durch den Einsatz von Übertragern nie Rekordwerte in Sachen Klirr erreichen. Trotzdem gibt es gute Gründe dafür. Auch sind Verstärkerschaltungen mit bestmöglichem dynamischen Verhalten nicht unbedingt die rauschärmsten. Man muss sich eben entscheiden, ob man ein Audiomesssystem konstruieren möchte oder Audiogeräte zur Musikübertragung. Für eine qualitative Bewertung unserer Produkte helfen Ihnen somit nur Ihre eigenen Ohren und Ihr Musikempfinden!

Übrigens finden sich wirklich überwältigende Aufnahmen schwerpunktmäßig gerade in der Anfangszeit der Stereofonie ab 1958. Das dabei eingesetzte Equipment mit viel Röhrenverstärkern und Bandmaschinen wäre nach heutigen Maßstäben untragbar. Das Medium selbst, die Schallplatte ist ohnehin grauenhaft schlecht; rein technisch gesehen. Trotzdem kann man damit Hörerlebnisse generieren, die selbst für modernste Apparateuren eine echte Herausforderung darstellen.

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